
Der Kreisverband Die Linke Kassel protestiert scharf gegen die geplanten massiven Kürzungen an Kasseler Schulen. Der Kreisvorstand kritisiert den Kurs von Schwarz-Rot als bildungspolitischen Kahlschlag.
„Dieser Landeshaushalt ist ein Desaster für die Bildung. Nach massiven Einschnitten bei Hochschulen und Kitas folgt nun der Kahlschlag an den Schulen“, erklärt Atilla Sarikaya vom Kreisvorstand. „Das ist eine Absage an die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen. Wer hier spart, erklärt Bankrott, was die Entwicklung unserer Stadt angeht.“ Besonders drastisch: An Schulen mit besonderen Herausforderungen sollen landesweit 300 Stellen wegfallen. In Kassel würden zum Beispiel bei der offenen Schule Waldau 3 Lehrerstellen wegfallen durch Kürzung der Binnendifferenzierung an Integrierten Gesamtschulen (IGS) – einem Herzstück dieses Konzepts. Die Kasseler Linke begrüßt ausdrücklich den Protest der Schüler*innen und Lehrkräfte an der OSW und wird den Protest weiter unterstützen.
Myriam Kaskel-König ergänzt aus kommunalpolitischer Sicht: „Schulerfolge werden massiv gefährdet, Lehrkräfte durch schlechtere Bedingungen weiter belastet. Gerade dort, wo Unterstützung am dringendsten ist, lässt das Land die Schulen allein. Wenn die Hilfe im Klassenzimmer fehlt, muss später die Jugendhilfe einspringen. Das treibt die Kosten für Städte und Gemeinden in schwindelerregende Höhen und verschärft deren Finanznot zusätzlich.“
Auch im Kasseler Studienseminar stehen massive Streichungen bevor, die den Lehrkräftemangel weiter verstärken. „Während im Bildungsbereich ein dreistelliger Millionenbetrag eingespart wird, sind die 1,5 Millionen Euro aus dem Wirtschaftsressort von Kaweh Mansoori kaum mehr als ein schlechter Witz“, so Kaskel-König abschließend. „Es ist eine Schande, dass sich die SPD an dieser Kürzungsorgie beteiligt und jetzt nur zögerlich Kritik äußert. Statt stur Schulden zu tilgen, müssen wir in Köpfe investieren. Allein die Wiedereinführung der Vermögenssteuer brächte Hessen rund 8 Milliarden Euro – genug Geld, um unsere Schulen zukunftsfest zu machen und z.B. auch einsturzgefährdete Teile der Julius-von-Reuter Schule als wichtiger Berufsschule in Kassel endlich wieder in Stand zu setzen.“

