Betrieb & Gewerkschaft

„Katastrophale Zustände in Deutschlands Krankenhäusern“ Filmvorführung mit Diskussion am 12.Mai

Fast vier Millionen Menschen haben die Reportage „Katastrophale Zustände in Deutschlands Krankenhäusern“ bereits gesehen. Der Investigativ-Journalist Günter Wallraff und sein Team haben darin einen alltäglichen Skandal öffentlich gemacht: In deutschen Krankenhäusern herrscht ein massiver Pflegenotstand, unter dem die Patientinnen und Patienten genauso leiden wie die Beschäftigten, die sie versorgen.Um zu informieren und zu diskutieren, zeigen wir den Film am „internationalen Tag der Pflege“

am 12.Mai ab 19 Uhr im  Kulturzentrum Schlachthof, Mombachstr. 12

mit
– Marjana Schott, gesundheitspolitische Sprecherin DIE LINKE im hessischen Landtag
– Katja Hoffmann, Gesundheits- und Krankenpflegerin und aktiv bei ver.di

Die mit versteckter Kamera gefilmten Szenen zeigen die Bedingungen des Kranken hausalltags in besonders schockierender Weise. „Das ist wie Fließbandarbeit“, sagt eine Pflegerin in der Reportage. Wallraff selbst findet dazu deutliche Worte: „Die Politik ist aufgefordert, endlich verbindliche Quoten für Pflegekräfte einzuführen,bevor das System kollabiert.“ Dies fordern auch die Gewerkschaft ver.di und DIE LINKE schon seit Jahren.

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Mehr Lohn und gute Arbeit im öffentlichen Dienst!

27. April 2016  Betrieb & Gewerkschaft

DIE LINKE. Kassel steht solidarisch an der Seite der Beschäftigten im öffentlichen Dienst und ihrer Gewerkschaften. Mit der Forderung nach einer sechs prozentigen Lohnerhöhung machen die Gewerkschaften deutlich, dass eine kräftige Erhöhung der Einkommen angebracht ist.

Durch die enorme Arbeitsverdichtung sind die Anforderungen an die Beschäftigten deutlich gestiegen. Gerade im öffentlichen Dienst hat es in den letzten Jahren einen erheblichen Abbau von Arbeitsplätzen gegeben. Wir fordern die öffentlichen Arbeitgeber auf, ihre Forderung nach einer Kürzung der Altersvorsorge zurück zu nehmen. Das Niveau der gesetzlichen Rente ist durch die Kürzungspolitik der verschiedenen Bundesregierungen gesenkt worden. Das darf sich bei der Altersversorgung im öffentlichen Dienst nicht fortsetzen.

Lohnsteigerungen sind auch aus Gründen der Verteilungsgerechtigkeit dringend notwendig.Während die Reallöhne 2015 gerade einmal wieder das Niveau des Jahres 2000 erreichten, sind die Gewinne der Konzerne deutlich gestiegen. Vor diesem Hintergrund sollten keinerlei Zugeständnisse bei der Forderung nach 6% und 100 Euro mehr für Auszubildende gemacht werden. Der Bund verzeichnete18 Milliarden Euro Mehreinnahmen in 2015. Insofern kann nicht behauptet werden, es sei kein Geld da. Gleichzeitig verzichtet der Staat darauf, Spitzenverdiener und Superreiche vernünftig zu besteuern.

Auch die Forderungen nach unbefristeter Übernahme der Auszubildenden nach der Ausbildung und einem Ende der sachgrundlosen Befristung findet unsere Unterstützung. Nur unbefristete Beschäftigung sichert Menschen eine sichere Perspektive für ihr Berufsleben. Ein leistungsfähiger und auskömmlich finanzierter öffentlicher Dienst ist eine wesentliche Grundlage für ein soziales und demokratisches Gemeinwesen!

DIE LINKE. Kassel wünscht den Beschäftigten im öffentlichen Dienst für die Auseinandersetzung viel Kraft und Erfolg bei der Durchsetzung ihrer Forderungen.

Aufwertung statt Almosen

12. August 2015  Betrieb & Gewerkschaft

Rund 70% der ver.di-Mitglieder im Sozial- und Erziehungsdienst stimmten gegen die Annahme des Schlichterspruchs und für weitere Streiks in ihren Berufszweigen. DIE LINKE. Hessen begrüßt diese Entscheidung und zollt den Beschäftigten Respekt für dieses mutige und entschiedene Votum. Der schwache Schlichterspruch in diesem Tarifstreit war ein Schlag ins Gesicht für die berechtigte Forderung nach einer Aufwertung der sozialen Arbeit. Eine Lohnerhöhung von maximal 4,5 % für fünf Jahre entspricht noch nicht einmal dem Inflationsausgleich.

„Das sind Almosen statt einer Aufwertung dieser wichtigen gesellschaftlichen Arbeit“ so die Landesvorsitzende der Partei DIE LINKE. Hessen., Heidemarie Scheuch-Paschkewitz. „Wir werden die Mitarbeiterinnnen und Mitarbeiter im Sozial-und Erziehungsdienst in ihrem Arbeitskampf ohne Wenn und Aber weiter solidarisch unterstützen .