Veranstaltungen

Ein Jahr danach: Der rassistische Anschlag in Hanau

Gerechtigkeit, Aufklärung, Konsequenzen und eine Erinnerungspolitik, die dem Leben der Opfer gerecht ist,

Wir trauern und erinnern uns an Ferhat Unvar, Hamza Kurtović, Said Nesar Hashemi, Vili Viorel Păun, Mercedes Kierpacz, Kaloyan Velkov, Fatih Saraçoğlu, Sedat Gürbüz und Gökhan Gültekin. 

Am 19. Februar vor einem Jahr wurden bei dem rassistische Anschlag in Hanau neun junge Menschen aus dem Leben gerissen – diese Tat erschütterte das Leben von vielen.

Am heutigen Jahrestag wird es in Hanau eine offizielle Gedenkveranstaltung mit dem Bundespräsidenten und dem hessischen Ministerpräsidenten geben.

Heute ist Hanau auch in Kassel: Da wir ebenfalls Tote in Hessen und in Kassel aufgrund von rassistischer Gewalt zu beklagen haben, möchten wir in Kassel mit solidarischen Menschen zusammenkommen, um an die Opfer der erschütternden Morde in Hanau zu erinnern und zu gedenken.

Da es uns aus der Pandemiegründen nicht möglich ist nach Hanau zu mobilisieren möchten wir gemeinsam uns zu einer Gedenkkundgebung an der Rathaustreppe in Kassel am Freitag, den 19.02.2021 ab 17 Uhr treffen. Bringt gerne Kerzen mit!

Wir sind Berlin-Neukölln, Halle, Köln, Nürnberg, Mölln, Kassel, Wächtersbach. Wir sind Kesselstadt, das JUZ, die Initiative 19. Februar Hanau und viele mehr. 

Wir stehen zusammen und kämpfen gemeinsam. 

Gegen die Angst. Für das Leben. Erinnern heißt verändern!

Veranstalter*in: Initiative 6. April

Online: Antirassismus vor Ort – was heißt das?

Der tief in der Gesellschaft verwurzelte Rassismus und die rechte Hetze der AfD und von Teilen der CDU, führen immer wieder zu Übergriffen. Physisch wie psychisch. Online und auch ganz real körperlich. Betroffen sind alle diejenigen, die nicht in das menschenverachtende Weltbild der Rassisten passen.

Das Attentat in Hanau ist einer der vielen Höhepunkte einer sehr langen Liste rassistischer Gewalt. Wir wollen den Jahrestag als Anlass nehmen, um über folgende Frage zu diskutieren:

  • Wie kann man rassistischen Angriffen im Alltag begegnen?
  • Was hat Kommunalpolitik mit Rassismus zu tun?
  • Was kann konkret vor Ort gemacht werden?
  • Wie kann eine vielfältige, solidarische und bunte Kommunalpolitik aussehen?

Darüber wollen wir am Donnerstag, den 18. Februar 2021 ab 19:00 Uhr mit Christine Buchholz (MdB), Nuha Sharif-Ali (Spitzenkandidatin der Linken für das Stadtparlament in Fulda), Nidda Tariq (DIE LINKE. Groß-Gerau) und Jochen Dohn (Oberbürgermeisterkandidat der Linken Hanau) diskutieren.

Zugang: 
https://us02web.zoom.us/s/83134532973?pwd=czh0QkN2bm92ZHptYSt4RkhjNytjZz09&fbclid=IwAR3a_5YvIgv6Za9K3tmiub49_DWT_PDwnYBCAGcF1-IIN7uOTrcup2TuujE#success

Live bei Facebook: 
www.facebook.com/DieLinkeHessen

Solidarität mit Opfern rechten Terrors – Kundgebung am 28.1.

Kundgebung am Do. 28.1. ab 15 Uhr auf der Rathaustreppe

Am 28. Januar 2021 ergehen die Urteile im Prozess gegen Stephan Ernst und Markus H. im Mordfall Lübcke vor dem Oberlandesgericht Frankfurt/ Main. Die juristische Auseinandersetzung findet damit einen ersten Abschluss. Wie diese auch ausfallen werden: Wir stehen an diesem Tag solidarisch mit den Opfern und Betroffenen rechten Terrors und rechter Gewalt!

Denn: viele Fragen sind in dem Prozess offen geblieben; etwa die nach den im Hintergrund wirkenden Neonazistrukturen in Nordhessen oder nach der Rolle der Sicherheitsbehörden.

Deshalb gilt: auch nach dem Gerichtsurteil kann es keinen Schlussstrich bei der Aufklärung geben. Um dieser Forderung Nachdruck zu verleihen, unterstützen wir den Aufruf zur Kundgebung auf der Rathaustreppe Kassel: “Solidarität mit den Betroffenen rechten Terrors – kein Schlussstrich bei der Aufklärung“.

In kurzen Statements werden Vertreter*innen Kasseler Initiativen, des DGB, von Fridays for Future, der VVN und ein Mitglied des Untersuchungsausschusses Position beziehen. Ein Vertreter der Kirchen ist angefragt. Bitte beachtet die aktuellen Corona-Abstandsregeln und das Tragen einer Schutzmaske!

https://www.facebook.com/events/262606345224103

Digitaler Wahlkampfauftakt

Wir wollen alle Interessierte herzlich zu unserem digitalen Wahlkampfauftakt am Donnerstag, den 28.01. um 18:30 einladen.

Am 28.01. läuten wir mit einer knackigen und kurzweiligen Onlineveranstaltung die letzten sechs Wochen bis zur Kommunalwahl ein. Wir informieren über unsere Schwerpunkte, aber auch darüber, wie man aktiv werden kann. Denn eine Stadt für alle – das schaffen wir nur mit Aktiven, Initiativen und den Menschen dieser Stadt. Außerdem planen wir ein paar Überraschungen, damit es nicht langweilig wird.

Also trag dir den 28.01.2021 ab 18:30 Uhr in den Kalender ein. Der Zoom-Link zur Veranstaltung gibt es hier:

Auf unserer Internetseite zur Kommunalwahl kann man unser Programm und unsere Kandidat*innen zur Stadtverordnetenversammlung und diesmal auch unsere acht Ortsbeiratskandidaturen kennenlernen: https://kommunalwahl.die-linke-kassel-stadt.de


Corona an den Schulen – Was macht die Stadt?

08. Dezember 2020  Bildung/Jugend, Veranstaltungen

Die Infiziertenzahlen halten sich auf einem erschreckend hohen Niveau – im Alltag werden dagegen viele Maßnahmen und Einschränkungen getroffen. In der Schule hingegen merkt man davon kaum etwas. Zwar findet der Unterricht mittlerweile in den meisten Orten mit Maske statt, doch der Klassenraum scheint der einzige Ort zu sein, wo sich 30 Haushalte mit wenig Abstand treffen dürfen. Die Räume werden zwar regelmäßig gelüftet, kühlen dadurch aber auch soweit ab, dass Unterrichtsstörungen vorprogrammiert sind. Statt Luftfiltergeräten bekommen die Schulen Infoflyer zum richtigen Lüften sowie vereinzelte CO2-Ampeln. Von verschiedenen Seiten, auch von der Kasseler Linken, wird das Wechselmodell, also die geteilten Klassen, für die Schule gefordert, um den Gesundheitsschutz in den Schulen zu gewährleisten. Die Initiative unverantwortlich.org hat mittlerweile zum Online-Schulstreik aufgerufen, um Verbesserungen einzufordern.

Die Fraktion der Kasseler Linke lädt ein zur Diskussion: Wie geht die Stadt Kassel als Schulträgerin mit der Corona-Situation um? Wie ist die Situation vor Ort, an den Schulen?
An welchen Stellen muss gehandelt werden?

Es diskutieren:

  • David Redelberger, bildungspolitischer Sprecher der Fraktion Kasseler Linke
  • Ein*e Vertreter*in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
  • Kassel-Stadt, die in einer vielbeachteten Petition an den Kultusminister das
    Wechselmodell gefordert hat
  • Ein*e Vertreter*in der Schüler*innen-Initiative unverantwortlich.org, die
    sich für schärfere Hygieneregeln an Schulen stark macht

Die Veranstaltung findet online per Zoom statt: https://us02web.zoom.us/j/83472441060…

Kundgebung: Gemeinsam LAUT für menschenwürdige Verhältnisse

29. September 2020  Allgemein, Veranstaltungen

Wir finden es reicht! Wir wollen etwas ändern und dafür brauchen wir euch! Ein Coronapaket nach dem nächsten wird geschnürt, aber für diejenigen, die auf Leistungen nach dem SGB II, SGB XII, AsylbLG, Wohngeld etc., angewiesen sind, gibt es nichts bis Krümel. Die angekündigte Erhöhung des Regelsatz ist lächerlich. Alleinstehende erhalten 14 Euro mehr, Kinder zwischen 6 und 13 Jahren gerade mal 1 Euro mehr.

Wir ziehen daher am Mittwoch, den 30.9.2020 ab 16 Uhr vor das Jobcenter Kassel, Lewinskistraße 4


Wir fordern:

  • Genug Geld zum Leben: Erhöhung des Regelsatz
  • Schluss mit der Schikane: Aussetzen aller Sanktionen
  • Menschenwürdig leben heißt menschenwürdig wohnen: Übernahme der vollen Miete, Erhöhung der Kosten der Unterkunft
  • Menschenwürdige Behandlung statt Diskriminierung

Wo: Mittwoch 30.9.2020 / 16 Uhr / Jobcenter Kassel


Hartz IV betrifft uns alle – schneller als so manche*r denkt
Veranstalter*innen: Rothe Ecke, Solidarische Erwerbsloseninitiative Kassel, Initiative Nahverkehr für alle
weitere UnterstützerInnen: DIE LINKE Kreisverband Kassel-Stadt und Ortsverband Kassel-Nord, ISO, Solidarity City

Antkriegstag am 1. September

01. September 2020  Antimilitarismus, Veranstaltungen

Auch 2020 haben wir den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft gedacht. Der Beginn des Zweiten Weltkriegees jährt sich am 1. September. Es liegt an uns, die Erinnerung an 60 Millionen Toten wachzuhalten und der Millionen von Holocaust-Opfern zu gedenken.

Wir waren mit der LINKEN heute vom Obelisken aus Richtung Friedrichsplatz an den Kundgebungen und der Demo beteiligt. Es sprachen Vertreter*innen des Kasseler Friedensforums, der VVN BdA, der Kirchen und der Seebrück sowie des DGB. Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus!

Veranstaltung am 11.3.- Putsch in Bolivien?!

Jeanine Áñez, die sich nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen vom 20. Oktober vergangenen Jahrs ohne Abstimmung im Parlament selbst zur “Übergangspräsidentin” Boliviens erklärte, fiel nicht vom Himmel, um die “bolivianische Demokratie” zu retten. Ihr Aufstieg wurde am Abend des 10. November 2019 während einer skurrilen Zusammenkunft in La Paz beschlossen.

Der zu dem Zeitpunkt amtierte Präsident Evo Morales von der “Bewegung zum Sozialismus” (MAS) hatte wenige Stunden zuvor seinen Rücktritt verkündet und La Paz bereits verlassen, nachdem seine Sicherheit nicht mehr gewährleistet war.

Der Referent der Veranstaltung – Björn Brunner, Student und freier Journalist (junge Welt) erlebte den Machtwechsel vor Ort und versucht anhand von Erfahrungsberichten die ökonomischen, politischen und sozialen Interessen, Widersprüche und Kräfteverhältnisse um die Vorherrschaft in Bolivien sichtbar zu machen.

Die Veranstaltung findet am 11. März ab 18 Uhr in der Schillerstr. 21 statt. Veranstaltet wird sie von Linkksjugend solid und den Kreisverband DIE LINKE Kassel-Stadt.

Neben der Analyse eines so komplexen Machtkampfs muss im Mittelpunkt der Diskussion stehen:

Wie kam es zu diesem rasanten Machtwechsel?
Wer sind die Akteure, was sind die Interessen in diesem Konflikt?
Welche Reaktionen und Folgen wurden ausgelöst?
Wie geht es nun weiter?

Öffentliches Forum Klimawende Nordhessen am 21. Februar

15. Februar 2020  Umwelt & Klima, Veranstaltungen

Die Klimakrise verändert unsere Gesellschaft massiv und es stellt sich die Frage: Reicht die aktuelle Symbolpolitik der Bundesregierung? Oder wollen wir uns dieser Krise aktiv entgegenstellen und dies als Chance für einen sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft begreifen? Wie kann eine Systemveränderung fair und weitsichtig umgesetzt werden?

Dazu diskutieren Abgeordnete der LINKEN zusammen mit lokalen Akteuren über unsere Konzepte und Ideen.

In 5 Themenblöcken werden unterschiedliche Bereiche des sozial-ökologischen Umbaus beleuchtet.

  • Moderation: Torsten Felstehausen (MdL)
  • Prolog: Fridays for Future
  • Energiewende: Janine Wissler (MdL)
  • Struktur- und Arbeitsmarktpolitik: Jörg Cezanne (MdB), Maik Grundmann (IG Metall) und Marie Klee („Sand-im-Getriebe“)
  • Verkehrswende: Sabine Leidig (MdB), Dr. Thorsten Ebert (Vorstand KVG) und Robert Wöhler (adfc)
  • Agrar- und Ernährungswende: Heide Scheuch-Paschkewitz (MdL)
  • Nik Hampel (AG bäuerliche Landwirtschaft) und Linda Rehn (Essbare Stadt)
  • Gebäude und Wohnen: Cornelia Uschtrin (Referentin Bundestagsfraktion), Daniel Döbel (Öko-Bau-Zentrum) und
  • Harald Kühlborn (Deutscher Mieterbund)

Jeder Themenblock beginnt mit einer fünfminütigen Einleitung von Abgeordneten der LINKEN, gefolgt von zwei Kommentaren von Akteur*innen aus Verbänden und Initiativen. Hier kann man sich vor der Veranstaltung näher informieren: https://kurzlink.de/forum-klimawende. Für das leibliche Wohl ist gesorgt.

Prekär in Nordhessen!? – Es reicht!

Diskussionsveranstaltung zur betrieblichen Situation, zu Gegenwehr von unten und politischen Strategien 

Mi., 30.10.2019, 19 Uhr
Philipp-Scheidemann-Haus, Raum 107, Holländische Str. 72, Kassel

  • Christian Krähling (ver.di, Vertrauensmann Amazon Bad Hersfeld)
  • Jessica Enders (ver.di, Forum Assistenz Nordhessen)
  • Frauke Banse (Uni Kassel Unbefristet)

Wer heute einen Job sucht, findet häufig keine feste und tariflich bezahlte Arbeitsstelle, sondern nur eine prekäre Beschäftigung. Prekär bedeutet: zu wenig Lohn, keine soziale Absicherung, ungewisse Zukunft. Immer mehr Menschen müssen sich mit einem Minijob, einem befristeten Arbeitsvertrag, einem Leih- oder einem Teilzeitarbeitsverhältnis zufrieden geben. In den 1990er Jahren war nur jedeR fünfte Beschäftigte in einem solchen atypischen Beschäftigungsverhältnis, heute ist es bereits jedeR dritte. 

Prekäre Beschäftigung wird zumeist niedrig entlohnt. Frauen sind besonders häufig von prekärer Beschäftigung betroffen. So liegt der Anteil der Niedriglohnbezieherinnen an allen Beschäftigten mit 27 Prozent wesentlich höher als der entsprechende Anteil der Männer (16 Prozent). Auch Jugendliche sind zunehmend Opfer dieser Entwicklung. Nahezu jedeR zweite Beschäftigte (ohne Auszubildende) im Alter von 15 bis 24 Jahren bezog einen Niedriglohn. 

Dass es immer mehr prekäre Arbeit gibt, ist nicht naturgegeben. Die Regierungen Schröder und Merkel haben sie mit ihrer neoliberalen Politik im Gegenteil gezielt gefördert, während die Unternehmen auf dem Rücken der Belegschaften ihre Profite erhöht haben. Dies drückt sich unter anderem auch in der Tarifflucht aus. Während die Tarifbindung 1997 noch 76 Prozent betrug, sind es 2017 nur noch 57 Prozent gewesen.

Vielerorts stehen Beschäftigte gegen diese Zustände auf – auch in Nordhessen! Wir wollen mit drei gewerkschaftlich Aktiven von Amazon Bad Hersfeld, dem Forum Assistenz Nordhessen und Uni Kassel Unbefristet diskutieren, wie ihre betriebliche Situation aussieht, wie Gegenwehr von unten organisiert wird und politische Strategien aussehen können.